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Restaurantbewertung vom Zum Mühlenschlößchen in Crimmitschau
4 von 5 Punkten bei 1 Bewertung.
Restaurant-Kritik.de
der_nachtwächter schreibt: "Zum Mühlenschlößchen" Inhaber: Joachim Wölfer Mühlgasse 16 08451 Crimmitschau Telefon: 03762/42455 Homepage (incl. Teil der Speisekarte): www.muehlenschloesschen.de.vu Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11.00 Uhr bis 24.00 Uhr (Montag Ruhetag, außer zu besonderen Anlässen) Nachdem ich wieder einmal das Vergnügen hatte, von langjährigen, guten Bekannten zum Mittagessen eingeladen zu werden, besuchten wir (auch wieder einmal) die Gaststätte zum Mühlenschlößchen, da in unserer Kleinstadt die Anzahl der empfehlenswerten Gaststätten in den vergangenen Jahren stetig abgenommen hat. Gegen 11.30 Uhr betraten wir die Gaststätte, nachdem meine Bekannten direkt vor der Gaststätte einen Parkplatz gefunden hatten und somit eine Parkplatzsuche unnötig war. Ansonsten hätte ich noch fünf Minuten warten müssen, da durch die umgebende Einbahnstraßenregelung sich Suche etwas komplizierter geworden wäre. Aber notfalls hätten meine Bekannten auch Parkgelegenheit auf dem Parkplatz der mit von der Gaststätte betriebenen Minigolf-Anlage finden können, da die vorhandene Schranke sicherlich für uns geöffnet worden wäre. Zur Mittagszeit hatten wir jedoch Glück und meine durch einseitige Lähmung in der Bewegung etwas eingeschränkte Bekannte brauchte keine längeren Wege zurücklegen. Sofort beim Eintritt wurden wir von der Bedienung freundlich begrüßt und wurden gefragt, an welchem der vorhandenen Tische wir Platz nehmen möchten. Bevor ich etwas tun konnte, half sie auch gleich meiner Bekannten aus der Jacke und wir nahmen an einem Tisch platz, an dem wir nicht nur die Gaststube gut überblicken konnten, sondern auch eine gute Aussicht aus dem Fenster hatten. Damit konnten wir gleich sehen, ob wir einen der Vorübergehenden von Ansehen her kennen. Trotz kühler Witterung war der Gastraum angenehm erwärmt, weil die Heizung schon in Betrieb war. Als wir Platz genommen hatten, kam die Serviererin und brachte uns die drei Speisekarten und zusätzlich eine Karte mit Gerichten, die der augenblicklichen Aktion "Köstritzer Schwarzbierwochen" Rechnung trug, und mit Schwarzbier zubereitete Gerichte enthielt. Die Kerze wurde angezündet. gleichzeitig wurden wir gefragt, ob wir schon einen Getränkewunsch hätten. Ich bestellte mit schon einmal ein Wernesgrüner vom Faß, meine Bekannten wußten noch nicht, ob sie Wein oder doch lieber (als Autofahrer) ein alkoholfreies Bier trinken wollten. Obwohl ich ja die Speisekarte seit Jahren kenne, warf ich dennoch einen Blick hinein, da doch immer wieder einmal neue Gerichte zu finden sind. Eigentlich wußte ich schon, was ich essen wollte, meine Bekannten konnten sich, wie immer, bei der Vielzahl der Gerichte nicht so schnell entscheiden, was sie essen wollten. Ich nutzte diese Pause, mir den Raum, den ich ja schon kannte, anzusehen und konnte feststellen, daß die herbstliche Tischdekoration, die noch ausreichend Platz für die Teller übrig ließ, die farbliche Gestaltung des Gastraumes harmonisch ergänzte. Aber die Gestaltung hatte mir eigentlich schon immer sehr gut gefallen, insbesondere die farblich passende, in warmen Tönen gehaltene Wandgestaltung gefällt mir immer wieder. Auch der Raum wirkt dadurch nicht mehr so hoch und die neuen Lampen runden das Bild ab. Nachdem sich meine Bekannten nun über das Hauptgericht einig waren und die Karten zur Seite gelegt hatten, kam die Serviererin mit meinem Bier. Als Biertrinker erkannte ich gleich (obwohl ich es schon wußte), daß das Bier frisch gezapft und in einem sauberen poliertem Glas (was eigentlich selbstverständlich ist) war. Es perlte wieder appetitlich. Nun konnten wir auch bestellen: die restlichen Getränke (ein angewärmtes alkoholfreies Bier und ein helles Köstritzer vom Faß. Und das Essen: meine Bekannten nahmen als Vorspeise die "Köstritzer Schwarzbiersuppe mit Eierstich" (3,00 €) aus der Karte der "Köstritzer Schwarzbierwochen", ich verzichtete auf eine Vorspeise, da ich weiß, daß ich schon Mühe habe, das Hauptgericht aufzuessen. Meine Bekannte bestellte als Hauptgericht Sauerbraten mit Champignons, Klößen und Rotkohl und da sie auch die Portionsgröße kennt, das Ganze als Seniorenportion (6,50 €). Ihr Lebenspartner bestellte sich Schweinesteak mit grünem Pfeffer (8,00 €), wollte dazu aber Bratkartoffeln (er ist Bratkartoffel-Fan). Ich begnügte mich mit meinem schon fast obligatorischen Schnitzel, bestellte aber anstelle des Mischgemüses dazu Blumenkohl. Hier kam nun, da man mich kennt, gleich die Frage: "der Blumenkohl wie immer?". Die Serviererin wusste schon, daß ich meinen Blumenkohl immer weichgekocht esse und nicht die moderne, knackige Art mag. Dann ging aber die Nachfrage noch weiter: ob die Gerichte (Sauerbraten und Schweinesteak) so wie in der Karte gewünscht würden oder Änderung der Beilage. Gleich kam auch der Hinweis, daß wegen der frischen Zubereitung der Klöße die Zubereitung einen Moment länger dauern würde. Naja, die Bratkartoffeln zum Schweinesteak waren ja schon klar, mein Schnitzel sowieso, der Sauerbraten war auch geklärt und zum Schweinesteak kam dann nur noch die Frage, ob das Fleisch eher mager oder etwas durchwachsen sein soll. Walter bestellte die magere Variante. Kurze Zeit später kamen die fehlenden Getränke zusammen mit der Frage, ob ich noch ein Bier wünschte, da meines schon leer war. Klar, weil ich nicht "Nein" sagen kann. Das Bier kam dann auch umgehend. Dann wurde Walters Besteck ausgetauscht und ergänzt: er bekam ein Steakmesser und beide jeweils einen Suppenlöffel, da dieses nicht mit eingedeckt war. Und dann kam auch gleich die "Köstritzer Schwarzbiersuppe mit Eierstich" für meine Bekannten. Sie dampfte noch und beinahe wäre die Brille beschlagen. Beiden hat es sehr gut geschmeckt. Die leeren Teller nebst gebrauchter Servietten wurden umgehend abgeräumt und neue Servietten für den Hauptgang gebracht. Allmählich füllte sich die Gaststätte, und wir waren froh, daß wir rechtzeitig angekommen waren. Für eine Familie mit einem kleineren Kind, die auch zum Mittagessen kamen, wurde ganz schnell ein Stuhl gegen einen Kinderstuhl ausgetauscht, und wie ich so nebenbei mitbekam, gab es gleich einmal für das Kind etwas Malzeug (Malbuch, Buntstifte). Und dann kamen auch schon die Hauptgerichte. Frisch und dampfend, die Bedienung hatte die Teller mit einem Tuch in der Hand. Sogar die Reihenfolge der Servierung war die Richtige. Erst einmal meine Bekannte und dann Walter und ich. Fang ich einmal bei mir an: der Blumenkohl war so, wie ich ihn selbst auch zubereiten würde: weich aber nicht matschig. Die Pommes so wie sie sein sollen und das Schnitzel nahm den halben Teller ein. Es war - auch wie immer - gut gewürzt, zart und goldbraun gebraten. Leider hatte ich vergessen, zu sagen, daß ich keine Rohkost-Dekoration wollte, weil ich mir nicht so viel daraus mache, aber ich kann es ja auf dem Teller lassen (wobei sich dann aber doch meine Bekannte dafür interessierte). Der Sauerbraten, den meine Bekannte bestellte, roch wieder köstlich. Da sie eine Seniorenportion bestellt hatte, bekam sie nur einen Kloß, aber an dem wäre ich schon satt geworden. Die Fleischportion war reichlich, ebenso die Champignons und der Rotkohl und alles appetitlich mit "Grünzeug" angerichtet. Das Schweinesteak war (so sagte jedenfalls Walter) lecker, mager und saftig. Und der grüne Pfeffer hätte woanders von der Menge her gesehen bestimmt für drei Portionen gereicht. Die Portion Bratkartoffeln hat Walter nicht geschafft, aber er wollte den Rest auch später nicht mitnehmen. Zwischendurch wurden wir gefragt, ob alles in Ordnung sei. Meine Bekannte wünschte sich noch etwas Soße zum Sauerbraten, die sofort gebracht wurde. Ebenfalls die noch bestellten Getränke. Dann waren wir satt und mit dem Essen fertig. Die leeren (bis auf Walter seine Bratkartoffeln) Teller wurden abgeräumt und wir wurden gefragt, ob alles geschmeckt hat und zu unserer Zufriedenheit war, was wir natürlich bejahten. Dann unterhielten uns über das Thema Nachspeise. Da wir aber alle satt waren, einigten wir uns auf (jeweils) eine Tasse Kaffee. Diese bestellten wir dann auch und Walter wollte noch einen Blick in die Tageszeitung werfen, welche die Bedienung dann auch gleich brachte. Meine Bekannte und ich unterhielten uns dann über einige ältere Gäste, die wir schon häufiger dort zur Mittagszeit gesehen hatten und die wohl regelmäßig in der Gaststätte einkehren. Danach wollte Walter bezahlen und orderte die Rechnung. Diese wurde ihm gebracht und er ging dann, da er mit Karte bezahlte, mit der Serviererin zum Tresen, wo auch der Kartenleser steht. Wir standen hiernach auf und wurden sehr freundlich von der Bedienung verabschiedet. Im weiteren Gespräch vor der Tür stellten wir dann fest, daß es wieder eine gute Idee war, wieder einmal zum Mittagessen ins Mühlenschlößchen zu gehen und ich rauchte mir erst einmal eine Zigarette. Preise: Die Preise sind für die Größe der Portionen und die Qualität günstig, insbesondere auch deshalb, weil Seniorenportionen angeboten werden (und wenn ich darüber nachdenke, welchen Aufwand ich zu Hause mit einem Schnitzel, Blumenkohl und pommes frites habe ...). Service + Einrichtung: Die Bedienung ist ausgesprochen freundlich, aufmerksam und schnell (während der Schwarzbierwochen sogar mit Schwarzbier-Schürzen ansprechend gekleidet). Kinder- und Seniorenfreundlichkeit dürfte wohl auch an vorderer Stelle stehen. Das Essen wird zügig von der Küche zum Gast befördert und ist deswegen sehr heiß. Die Getränke sind ordentlich temperiert, auf Wunsch wird das kühle Bier auch angewärmt. Besteck wird entsprechend der bestellten Gerichte nachgedeckt. Servietten müssen nicht mehrfach benutzt werden, sondern werden nach der Vorspeise durch neue ersetzt. Die weißen Tischdecken sind ebenso wie die Unterdecken sauber und fleckenfrei. Die Dekoration entsprechend der Jahreszeit nicht übertrieben aber dennoch läßt sich die Jahreszeit erkennen. Die Stühle bequem und gut gepolstert. Der Raum ist insgesamt farblich harmonisch und zweckmäßig gestaltet, die Anordnung der Sitzplätze angenehm. Der Teppichbodenbelag ist sauber, ebenso wie die mir bekannte Herrentoilette. Aber meine Bekannte hat sich über die Damentoilette nicht beschwert, obwohl sie in diesem Punkt auch sehr pingelig ist. Zum Schluß: Wir waren wieder einmal sehr zufrieden, gesättigt und haben einen angenehmen Mittag mit gutem Essen in angenehmer Atmosphäre verbracht. Nur gut, daß Walter für sich und seine Lebensgefährtin den nächsten Termin schon bestellt hat, denn es lagen schon etliche Reservierungen vor. Aber notfalls hätte er ja die Gerichte auch abholen können. Sie hätten dann eben nur zu Hause essen müssen. Auf jeden Fall läßt er sich zu seinem 80. Geburtstag das kalte und warme Buffet vom Mühlenschlößchen nach Hause bringen. Und ich freue mich schon darauf, wenn ich im Dezember von einer "alten" Bekannten wieder ins Mühlenschlößchen eingeladen werden, dann (wenn sie gesund bleibt) um ihrem 100. Geburtstag zu feiern. || Essen: 4 Punkte, Bedienung: 4 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 4 Punkte
Bewertung vom 29.10.2008 (4 von 5 Punkten)



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