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Auf der Straße stand eine Werbetafel und die versprach ein reichhaltiges Frühstücksbüfett mit warmen und kalten Speisen und sonntags sogar mit einem Glas Sekt und einer Lachsplatte - Herz was willst Du mehr.
Es war Sonntag, es war 09.30 Uhr und wir hatten Hunger, also nichts wie rein, denn von außen sah das Hotel recht einladend aus.
Wir wurden schon im Wintergarten von einem Kellner abgefangen und nach unseren Wünschen gefragt. Nachdem wir auf die Werbetafel verwiesen hatten, wurden uns das Büfett und die Tische gezeigt. Wir waren zu dem Zeitpunkt die einzigen Gäste. Wir nahmen Platz und wurden nach unseren Getränken gefragt. Wir nahmen Kaffee.
Dann nahmen wir das Büfett in Augenschein und wollten uns bedienen. Die warmen Speisen waren nicht, wie ich gedacht hatte, bayerische Spezialitäten wie Weißwürste, Leberkäse und ähnliches, sondern bestanden aus einigen Würstchen Nürnberger Art, drei Spiegeleiern und einer Pfanne Rührei. Nur warm war gar nichts davon. Die Pfannen waren abgeschaltet und wurden erst auf unseren Hinweis eingeschaltet. Nun, die Speisen waren dann – na ja, wie wohl? Die Spiegeleier, die ja schon länger in der Pfanne lagen, zäh und kaum von einander trennbar, die Würstchen hätten bestimmt auch besser geschmeckt, wenn sie nicht aufgewärmt worden wären. Bei meinem gekochten Ei hatte sich schon der Dotter im Außenbereich verfärbt, woher das wohl kam? Bei den Brötchen gab es die Auswahl zwischen drei Sorten, wobei die Stückzahl je Sorte sehr überschaubar war. Die Frühstücksflocken, Müsli etc. waren in Spendern aufgestellt, was mir besser gefiel als die sonst üblichen Schüsseln. Der Aufschnitt mit der Frischwurst bestand aus einer Platte mit Frischwurst-Sorten. Je eine Platte war mit drei Sorten Schnittkäse und vier Sorten Weichkäse vorhanden. Bei der Platte mit den Tomaten fehlte der übliche Mozzarella und wurde von Gurken ersetzt. Der Lachs war reichlich vorhanden und mit Zwiebeln belegt. Brotaufstriche wurden verpackt gereicht. Konfitüre und Marmelade gab es in Schalen. In der Zwischenzeit hatten sich auch noch andere Gäste eingefunden, und ich bekam ein sehr interessantes Gespräch mit. Gast: „Könnte ich ein 5-Minuten-Ei bekommen?“ Bedienung: Dann müsste ich in die Küche gehen und extra eins kochen. Wollen Sie das wirklich?“ Gast: „Ja.“ Bedienung: „Ich mache ihnen eins, kein Problem, aber es kann eine Zeit dauern.“ Schön, wenn einem als Gast und Kunde jeder Wunsch erfüllt wird. An den Sekt mussten wir unseren Kellner erinnern und wurden tatsächlich gefragt, ob wir den denn trinken wollten – wir wollten. Entweder hatte er keine Kohlensäure oder es war ein Weißherbst, aber ich hatte kein Bedürfnis, dies zu ergründen. Zum Wintergarten sei noch zu sagen: Er hat wohl schon bessere Zeiten gesehen; an der Decke waren wohl Wasserflecken und die Pressspanverkleidung unter den Fenstern wellte sich. Ach ja, der Kaffee: Er war, schwarz, heiß und frisch.
|| Essen: 1 Punkte, Bedienung: 1 Punkte, Ambiente: 2 Punkte, Sauberkeit: 2 Punkte, Gesamt: 1.5 Punkte |