|
|
 |
| schreibt: Wir sind gekommen weil wir uns zuerst den Herrmannsdorfer Markt anschauen wollten der wirklich sehenswert und interessant war.
Außerdem haben uns die biologischen Produkte interessiert und wir gingen um 13:15 Uhr in das Wirtshaus, dass nicht überfüllt war.
Die Bedienung wies uns den Tisch zu und verschwand.
Die Speisekarten habe ich dann selber organisiert.
Ca. 15 Minuten mussten wir warten, dann fragte uns der Kellner, erst mal nach den Getränken. Wiederum vergingen 15 Minuten, bis uns dann das Weißbier und die Flasche Mineralwasser ohne Gläser auf den Tisch gestellt wurde ,die kamen dann 5 Minuten später, wobei sich der Ober mit dümmlichen Sprüchen für sehr witzig hielt und wir gaben unsere Bestellung auf. Es vergingen 30 Minuten nichts geschah, außer dass alle nach uns gekommenen Gäste ihr Essen schon erhalten hatten. Auf unsere mehrfache Reklamation, auch an die, in dunkler, trauriger Tracht gekleidete Chefin, die ziemlich desinteressiert wirkte, brauchte es dann weitere 12 Minuten bis endlich unsere Schweinebraten kamen. Der Kellner meinte wieder witzige Bemerkungen anbringen zu müssen. Er tat uns kund, dass sie ja bestrebt seien gleichzeitig zu servieren und die Hirschmedaillions (welche wir nicht bestellt hatten) halt etwas länger dauerten. Außerdem wurde uns noch netterweise mitgeteilt, wäre der Schweinbraten in 5 Minuten da gewesen. 3 Minuten später wurden dann die Hirschmedaillions gebracht, die wir wie gesagt nicht bestellt hatten, aber da wir schon so lange, insgesamt 45 Minuten, gewartet hatten, akzeptierten wir sie.
Hirschmedaillions mit beilagen waren sehr gut.
Der Schweinebraten war sehr fett (zuviel) und enttäuschend. Die Beilagen Kartoffeln und Gemüse waren all dente, also gerade an der Grenze. Für den sehr stolzen Preis von 17,90€ für den Schweinebraten war er mittelmäßig, da habe ich für weniger Geld schon erheblich Besseren gegessen.
Wir waren 1x dort aber nie wieder und Empfehlungen an unsere vielen Freunde und Bekannten werde ich wohl nicht abgeben.
Ach ja, und dann die Rechnung. Hier lag wohl der Fehler. Falsch bonniert, weitere Posten auf unserer Rechnung, die dann abgezogen werden mussten.
Alles in Allem: schluddrig, unaufmerksam, nicht empfehlenswert. || Essen: 3 Punkte, Bedienung: 1 Punkte, Ambiente: 3 Punkte, Sauberkeit: 3 Punkte, Gesamt: 2.5 Punkte |
| Bewertung vom 10.12.2008 (2.5 von 5 Punkten) |
|
| schreibt: Warnung und Hinweis: Wenn in der nachfolgenden Rezension von "Schwein oder Sau", "schweinisch", "Schweinereien" oder ähnlichem gesprochen wird, handelt es sich nicht um Fäkalsprache sondern um süffisante Umschreibung des Erlebten! Ich bitte es mir nachzusehen, denn eigentlich sollten meine Ausführungen so beginnen: Wo Landwirtschaft mit Freilaufstall-Tierhaltung betrieben wird, da sind auch..........Richtig: Fliegen! Nur dem Umstand, dass wir unmittelbar nach dem Dessert sofort unsere Zeche beglichen, verdanken wir die Tatsache, dass wir mit dem Leben davon kamen und nicht aufgefressen wurden. Natürlich war es nicht annähernd so schlimm - aber immerhin! ........Jetzt aber Spaß beiseite! Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat sich der ehemalige Wurstkönig Karl-Ludwig Schweisfurth, seines Zeichens früherer Herta-Wurst-Fabrikant, beim Umbau seiner Gutshof-Räumlichkeiten in Unkosten gestürzt. Angesichts der gewaltigen, mit viel Fachwerk bestückten räumlichen Ausdehnung eines offensichtlich ehemaligen Futter- bzw. Heubodens will keine wirkliche Wirtshausgemütlichkeit aufkommen. Vielmehr ist aufgrund der vorhandenen Sitzplatzkapazitäten zu befürchten, dass es bei vollbesetztem Lokal zwangsläufig zu einer Art Massenabfertigung kommen könnte (muss??). Dem jedenfalls wäre dann das liebenswürdige und zuvorkommende Personal situationsbedingt nicht mehr gewachsen. Ein untrügliches Zeichen für einen derartigen Unglücksfall sind die verräterischen Papier-Servietten, die ansonsten in einem mit 16 Gault-Millau-Punkten ausgezeichneten Lokal überhaupt nichts zu suchen haben. Die lila angestrichenen Rehgehörne, die im Rahmen eines "Gesamtkunstwerkes" unter anderem auch noch verkehrt herum an der Wand befestigt sind, geben dem ein oder anderen Kunstsachverständigen sicherlich Gesprächsstoff. Wir freuen uns stattdessen auf die ökologischen Produkte der Hermannsdorfer Werkstätten und nehmen derweil schon mal ein Helles bzw. Dunkles des hausgebrauten Schweinsbräu zu uns. Wo sonst gibt es aus eigener Aufzucht unmittelbar vor der Haustüre sich noch saumäßig wohlfühlende Rinder und Schweine. Ausserdem eine Gärtnerei, in der Gemüse, Salat und Kräuter geerntet werden sowie eine Käserei. Auf der Suche nach und in Erwartung von diversen Schweinereien (Innereien; gefülltem Schweinsfuß, u.a.)in der schweinsbräu`schen Speisekarte kommt einem urplötzlich marinierter Sashimi-Thunfisch mit Olivenöl und grünem Pfeffer, dazu Avocado und karamelisierten Roten Beeten in die Quere. - Saugut kann man hier nur sagen! Saumäßig gesuhlt haben sich auch die gerösteten Croutons mit (Sau)errahm in der legierten Suppe von "gelben" roten Beeten. Nach geschmortem Staudensellerie mit Olivenöl, Parmesan und Lardo erfolgte in Ermangelung einer für mich passenden Sauerei der Verzehr von Paillard von der Ochsenlende rosa gebraten und mit Schalotten-Bröselkruste serviert, dazu Bohnengemüse mit Pfifferlingen. Die gratinierte Créme aus gutem Rahm und Eiern wird begleitet von marinierten Beeren und Eis. Die von der hübschen Sommeliere als "lebendig" bezeichnete Weinkarte konnte aus ihrer Vorliebe für französiche Weine keinen Hehl machen. Positiv nimmt man zwar zur Kenntnis, dass neben dem üblichen Standart-Angebot auch Weine hochqualifizierter Weingüter (Peter-Jacob Kühn/Deutschland; Pulenta/Argentinien) mit ebensolchen Weinen (z.B. Cloudy Bay/Neuseeland) angeboten werden. Da aber die Auswahl von beispielsweise österreichischen Rotweinen lediglich zwei Positionen Zweigelt umfaßte, sind der "Lebendigkeit" in meinen Augen klare Grenzen gesetzt. Die Fahrt nach Hermannsdorf -man könnte auch sagen die Fahrt nach irgendwo im nirgendwo- hat sich saumäßig gelohnt, war also auf gut Bayrisch gesagt: sauguat! ............."Schwein gehabt" - das kann man hier wortwörtlich nehmen! || Essen: 4 Punkte, Bedienung: 4 Punkte, Ambiente: 3 Punkte, Sauberkeit: 5 Punkte, Gesamt: 4 Punkte |
| Bewertung vom 14.09.2008 (4 von 5 Punkten) |
|
| Sebastian Furtmayr schreibt: Eines vorweg: Die Qualität der Zutaten im Schweinsbräu ist einwandfrei, die Küche sehr gut. Trotzdem werde ich nicht mehr dorthin zum Essen gehen.
Anlässlich einer wichtigen Familienfeier war ich Anfang November 2006 dort zum Mittagessen unter der Woche. Die Qualität des Essen war wunderbar, das Lokal locker gefüllt und recht entspannt.
Es folgte also eine Reservierung per eMail, auf die ich nie eine Antwort bekam. Also dort nochmals angerufen und die gleichen Fragen wie im eMail (das man offensichtlich doch kannte) besprochen.
Atmosphäre an einem Sonntag:
Am Tag der Feier kamen wir dann in einem völlig überfüllten Schweinsbräu an und fanden einen Tisch vor, der nicht ansatzweise als "geschmückt" bezeichnet werden konnte (worum ich aber vorher gebeten hatte). Ich bat dabei auch um etwas Blumenschmuck, der aber "ohnehin auf dem Tisch sein würde", wie man mir sagte. Dass es sich dabei um drei Pötte mit einer Sorte Friedhofsblumen in trübem Wasser handeln würde, war eine wirkliche Überraschung. Nun gut - es ist ja kein Desgin-Tempel dachte ich mir.
Die Getränkebestellung dauerte dann etwas eine halbe Stunde. Bei der anschließenden Speisenbestellung wurde ich schließlich mehr als genervt und schnippisch darauf hingewiesen, dass das Schweinsbräu nun mal kein vegetarisches Restaurant wäre als ich freundlich darauf hinwies, dass ich eigens darum im Vorfeld gebeten hatte, dass es etwas vegetarisches an diesem Tag gibt. (Es gab wilden Broccoli, der für Teenager nicht unbedingt geeignet ist)
Vorweg: der vegetarische Teller war dann eine Mischung aus verkochten Beilagen (Rosenkohl, Blumenkohl, Kartoffel-Rösti und noch irgendetwas geschmacksneutralem)
Eine weitere Stunde später hatten wir immer noch nichts auf dem Tisch. Nach mehrfachem Nachfragen, kamen dann die Vorspeisen (leider auch nicht die korrekt Bestellung), die Teller davon wurden leider nicht abgeräumt. Weitere 30 Minuten später fragten wir nach der Hauptspeise und ob man vielleicht den Tisch abräumen könnte. Getränke hatten wir zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr. Nach eingehender Recherche stellte sich heraus, dass unser Essen einfach vergessen wurde (nicht schlecht bei 14 Essen). Also wurde fast zwei Stunden nach Eintreffen das Essen bestellt - und eine neue Bedienung zugeteilt. Dann kamen ein paar Gerichte (Schweinebraten) und erst sehr viel später (die Kinder waren am Tisch bereits eingeschlafen) kamen die letzten Gerichte.
Wir haben auf weitere Bestellungen (Dessert, etc.) verzichtet um noch vor Montag das Lokal verlassen zu können.
Abgesehen davon, dass eigentlich alles schief ging, hätte wenigstens der Service freundlich sein können. Man bedauerte zwar beim Gehen, dass es ein bisschen lange gedauert hätte, aber das wars dann.
Meinung: Eine Gastronomie in dieser Preisklasse und dem eigenen hohen Anspruch (siehe auch Philosophie auf der Website des Schweinsbräu) am Ende der Welt gelegen kann sich so einen Service nicht erlauben.
Fazit: Wer Spaß an hochpreisiger (aber guter) Gastronomie mit schlechter Bedienung in einem überfüllten Restaurant sucht, der ist an einem Wochenende gut im Schweinsbräu aufgehoben.
Unter der Woche lohnt durchaus ein Ausflug dorthin. || Essen: 5 Punkte, Bedienung: 1 Punkte, Ambiente: 3 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 3.25 Punkte |
| Bewertung vom 17.01.2007 (3.25 von 5 Punkten) |
|
| Knut schreibt: Das Essen ist ausgezeichnet, es wird nur mit absolut frischen Zutaten meisterhaft gekocht. Das ganze Essen ist aus regionalen und biologisch hergestellten Zutaten bereitet. Keinerlei künstliche Fertigsoßen! Auch der Weinkeller kann sich sehen lassen. Das Ambiente des Wirtshauses ist einmalig - überall ist Kunst. Das Wirtshaus zum Herrmannsdorfer Schweinsbräu fügt sich nahtlos in das Konzept der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, Glonn ein. || Essen: 5 Punkte, Bedienung: 5 Punkte, Ambiente: 5 Punkte, Sauberkeit: 5 Punkte, Gesamt: 5 Punkte |
| Bewertung vom 30.03.2005 (5 von 5 Punkten) |
|
|