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Restaurantbewertung vom Villa Rossa in Leipzig
2.25 von 5 Punkten bei 1 Bewertung.
Restaurant-Kritik.de
Matthias F. schreibt: Was mir als häufigen Restaurantbesucher an jenem Abend in der "Villa Rossa" wiederfahren ist, kann man schlichtweg nur als katastrophal bezeichnen: Anlaß des Abendessens war der Geburtstag meiner Mutter. Ich entschied mich für dieses Restaurant, weil es mir in der Vergangenheit bei Spaziergängen sehr positiv aufgefallen war. Die Gäste saßen bei dezenter Kerzenbeleuchtung in einer Art Veranda hinter sehr großen Glasfenstern mit Blick auf die Terasse. Es sah sehr gemütlich aus! Also reservierte ich einige Tage zuvor persönlich(!) einen Tisch für 3 Personen an der Glasfront. Als wir am Geburtstag meiner Mutter zur vereinbarten Zeit zum Restaurant kamen, waren alle Tische in der Veranda besetzt. Beim Eintreten empfing uns die gleiche Mitarbeiterin, welche meine Reservierung entgegengenommen hatte. Auf Nachfrage bezüglich des bestellten Tisches erhielt ich die Antwort, dass sich eine Kollegin wohl vertan hätte. Ein Angebot, bei einem Getränk auf einen dieser Tische zu warten, blieb aus. Also erklärten wir uns bereit, einen anderen Tisch zu nehmen. Man führte uns in einen Teil des Restaurants, der durch sehr breite Säulen getrennt hinter der Veranda liegt. Hier gab es keine Fenster, dafür den Zugang zur Küche, ein Besteckschrank, die Toilettentüren, eine Stahltür zum Treppenhaus, und hier herrschte reger Verkehr. Von Gemütlichkeit keine Spur. Die Speisekarte war kurz und überschaubar: im wesentlichen bestand sie aus 3 Menüs. Wir entschieden uns alle drei für eine Suppe aus Meeresfrüchten, Lammmedaillons auf Kartoffelpürree und einen Obstteller. Eine Abweichung in Form einer anderen Vorspeise war nicht möglich. Die Suppe erinnerte an Spülwasser! Als eine reichliche halbe Stunde später das Hauptgericht serviert wurde, versanken die Speisen beim Anschneiden der Medaillons im Blut, obwohl wir ausdrücklich darum gebeten hatten, das Fleisch durchzubraten. Wir beschwerten uns beim Kellner und schlugen vor, die Getränke zu zahlen und zu gehen. Das wurde strikt abgelehnt: Was man bestellt hat, müsse man auch bezahlen, lautete die Antwort. Das Personal wurde ab jetzt unterschwellig unhöflich, und die Gerichte wurden wieder in die Küche gebracht. Unsere Gläser waren leer, aber Getränke wurden uns nicht mehr angeboten. Im Folgenden warteten wir geschlagene 45 Minuten ohne Essen und bei leeren Gläsern. Die anderen Gäste verabschiedeten sich nach und nach bis wir die Einzigen waren. Das Küchenpersonal nutzte unterdessen unsere Wartezeit, um selbst zu essen, und zwar im gleichen Raum durch eine Sichtschutzwand von uns getrennt. Außerdem warf eine Kellnerin die ganze Zeit über lautstark Besteck in die unweit von unserem Tisch befindlichen Kästen. Als schließlich unser Essen zum zweiten Mal serviert wurde, war zwar das Fleisch durchgebraten, der Kartoffelbrei jedoch kalt und von einer gummiartigen Schicht überzogen, so dass man nur mißmutig darin herumstochern konnte. Der Nachtisch bestand u.a. aus ganzen Kiwis und halben Äpfeln, serviert mit einem Löffel! (Ein kleiner Scherz aus der Küche?) Wir testeten also das Maxiximum unserer Mundöffnung. Als wir endlich erleichtert, diesen Abend bald hinter uns zu haben, um die Rechnung baten, wurde uns eröffnet, dass das Kartenlesegerät nicht funktioniert. Ein krönender Abschluß für eine Einladung, wenn man beim Eingeladenen Geld leihen muß. Fazit: Restaurant mit sehr gutem räumlichen Potenzial. Speisenangebot und -qualität mangelhaft Freundlichkeit, Benehmen und "Problemmanagement" des Personals dürftig || Essen: 1 Punkte, Bedienung: 1 Punkte, Ambiente: 3 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 2.25 Punkte
Bewertung vom 25.07.2006 (2.25 von 5 Punkten)



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