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Restaurantbewertung vom Landgasthaus Cafe beim Kargl in Saulgrub
3.67 von 5 Punkten bei 3 Bewertungen.
Restaurant-Kritik.de
schreibt: der bärlauchpabst … »Wir sind Papst« möchte ich gleich zu Beginn meiner Kritik die Bildzeitung zitieren, damals, nachdem Kardinal Ratzinger von Marktl in den Petersdom gezogen war. Seit gestern weiß ich nun, dass wir sogar zwei Papst sind: der in Rom und der in Saulgrub. Der in Saulgrub, im Werdenfelser Land, hat allerdings nur ein »P«, Bärlauchpabst, so steht es zumindest in der reizvollen, ärgerlichen Speisenkarte des inzwischen weltberühmten Restaurants am nördlichen Ortseingang. Ärgerlich ist die Speisenkarte deshalb, weil ich nicht wusste, welches Schmankerl ich essen sollte. Auch nach zehn Minuten noch nicht. Ein traumhafter Cabrio-Maienabend hatte uns, den Marathon-Georg (M-G) und mich, den Tele-Obelix (T-O), vom Staffelsee ins nahe Ammertal mit seinen malerischen Blumenwiesen und Hochmooren gelockt. Da blieb keine andere Wahl, als beim Kargl einzukehren. Nach meinem zweiten Gaststättenführer haben ihn, den Bärlauchkönig, natürlich alle Medien entdeckt. Die Zeitungen sowieso, und dann diverse Fernsehsender. Keiner weiß so viel über das megagesunde Naturkraut, wie der gebirglerisch bebartete Kochtopfhaudegen. Sein Bärlaucheis zum Beispiel ist einfach nur geil, schwärmte M-G. Dafür gibt es keine andere Formulierung. Will man dem Toni, ganz speziell ihm, dem betagten Toni, der an diesem Pfingstmittwoch arg angeschlagen in den Seilen hing, eine Freude machen, dann probiert man auch bärlauchfreie Schmankerl. Denn die Karglfamilie, Hilde, Toni, Toni, kann prinzipiell kochen, sehr gut kochen! Wenn auch manchmal der Ansturm die winzige Familienküchenmannschaft zu fertigen Produkten, aber Gott sei Dank guten, greifen lässt. Für mich gab es ergo eine »Ammergauer Käsesuppe (3,50 €)«, normal im wuchtigen Porzellanteller, ich wollte nur verkosten, daher in der Suppentasse. Machen wir es kurz: da pfeiff' ich auch auf Bärlauch. M-G löffelte mit glasig verklärtem Blick »Kargl's Bärlauchsuppe (3,70 €)«, weil er bereits ahnte, was ihn, den Gernesser und Messerfreak nebst Einsternehausfrau, mit seinem Hauptgang erwartete: »Schweinsbackerl (mager) mit frischen Steirischen Kren auf Sauerkraut und Bärlauchknödel (9,90 €)«. Außer Kopfschütteln brachte er nichts mehr hervor. Toni meinte, dieses Liebhaberfleisch braucht einen deutlichen Gegenpol: das Kraut. Jetzt zu T-O: »Saulgruber Schnitzel in der Knuspri-Kruste gefüllt mit süßem Senf und handgeriebenen Steirer Meerrettich, dazu geröstete Kartoffel (11,90 €)« ist ohne jeden Schmäh päpstlich. Quatsch: papstwürdig. Denn der Marktler Oberhirte huldigt doch eher Tee und Limo und … Doch da gehe ich jetzt nicht näher darauf ein. Auch ein Papst hat ein Recht auf Essefreiheit! Superzartes Schwein, herrlicher Meerrettich, der bei richtiger Überdosis das Hirn klärt (bei mir zu spät) und sogar die Würfelkartofferl, separat gereicht, konnten es mir mehr als recht machen. Kargeljunior, Du bist ein Krack! Und wenn du einmal Lust hast, dann panierst du das Schnitzel nicht mit Cornflakes, sondern mit Semmelbrösel und geriebenen Haselnüssen. Dann haut es dir den Vogel raus (Originalton Schuhbeck). Nach einer Probierkugel Bärlaucheis (wohlgemerkt, da hatte es dem M-G bereits den Vogel rausg'haut), die eisige Sauerei steht nicht auf der Karte, gab es aber für die Pabstjünger als Abschluß einen Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster, für die ewig Gschleckerten. Dann sind wir über Murnau nach Hause gebummelt und waren uns einig: Selbst die beknackten Benzinpreise sollten nicht von einem Pabstbesuch beim Kargl abhalten (Rom ist um Lichtjahre teurer und außerdem ziemlich bärlauchfrei). || Essen: 5 Punkte, Bedienung: 4 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 4.25 Punkte
Bewertung vom 16.05.2008 (4.25 von 5 Punkten)

schreibt: Der Karglwirt war mal superklasse. Leider hat er sich zurück entwickelt. Zu einseitig auf Bärlauch gesetzt und vieles vorbereitet. Wenn es dann verkauft ist - auch mittags - gibt es das Gericht halt nicht mehr! Früher war kaum ein Platz zu bekommen, jetzt hat man freie Tischwahl - und das am Sonntag in der Saison. || Essen: 2 Punkte, Bedienung: 3 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 3 Punkte, Gesamt: 3 Punkte
Bewertung vom 04.09.2007 (3 von 5 Punkten)

Karl-Heinz Holstein schreibt: nach der freundliche begrüssung durch die bedienung ,dem schnellen servieren der getränke dauerte es nicht lange bis die speisen kamen. der wirt selber erkundigte sich nach dem gefallen und gab erklärungen zu der heimischen küche. sehr angenehme atmosphäre durch ambiente und personal. || Essen: 4 Punkte, Bedienung: 4 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 3 Punkte, Gesamt: 3.75 Punkte
Bewertung vom 12.11.2005 (3.75 von 5 Punkten)



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