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Restaurantbewertung vom Heckenstaller in Friedberg
2.75 von 5 Punkten bei 1 Bewertung.
Restaurant-Kritik.de
schreibt: Im Rahmen eines Degustationsmenüs des Weinhauses Bayerl wurden Speisen der Heckenstaller Gastronomie verzehrt. Hierzu wurden Räumlichkeiten des Schlosses in Friedberg genutzt. Über die Einrichtung des Heckenstaller Restaurants können keine Angaben gemacht werden, da wir dort noch nicht waren. Angeboten wurde ein 5 Gänge Menü. Vorspeise Gänseleberparfait an Apfelragout. Gänseleberparfait ziemlich fett (aber das muß wohl so sein) garniert mit kleinen Apfelstücken (ist das schon ein Ragout?). Danach Hokkaido Kürbiscremesuppe mit Kaisergranat. Kaisergranat waren 2 Garnelen, die erwärmt auf einem Holzspies über der Suppe lagen. Da die Garnelen nicht gewürzt waren, etwas fader Geschmack. Die Hokkaido Kürbiscremesuppe war in Konsistenz und Geschmack sehr gelungen. Auf den geräucherten Stör mit Belugalinsen hatten wir uns am meisten gefreut (wir hatten auch noch nie Stör gegessen). Leider war das Stück vom Stör so klein und stand damit im krassen Gegensatz zu den mehr als ausreichend unterlegten Linsen. Geschmacklich war beides sehr gut, leider jedoch deutlich zuviel Linsen und deutlich zu wenig Stör. Der Hauptgang wurde als Rehkeule mit Morchelfüllung an Kastanienpüree, Wirsinglaiberl und Römischen Nocken angekündigt. Die "Rehkeule" auf meinem Teller bestand aus einer flachen Scheibe Rehfleisch, wovon die Hälfte eingentlich keine Fleisch sondern eine auf Fleischmasse basierende Füllung war. Die dazu gereichte Soße zeigte weder eine ausgeprägte Konsistenz noch einen eindeutigen Geschmack. Das Rehfleisch war von durchschnittlicher Qualität und Geschmack und für einen Hauptgang deutlich zu knapp geraten. Das Kastanienpüree war lecker, jedoch nur in der Größe eines gehäuften Teelöffels. Die Römischen Nocken, waren lecker und aus Polenta zubereitet. Das Wirsinglaiberl als Beilage zum Reh war der eigentliche Höhepunkt des Hauptganges. Der als Dessert gereichte lauwarme Reblochon Käse schmeckte o.k. was meinen soll, dass wir den Geschmack schon von den handelsüblichen Käsen zum Erwärmen aus dem Supermarkt kennen. Die vom Weinhaus Bayerl angebotenen Bordeaux Weine waren passend zu den Speisen gewählt. Für Rotweintrinker wie uns jedoch etwas enttäuschend, da nur zum Hauptgang ein "echter" roter Bordeaux 2005 Pierre de Cartier - Bordeaux Superieur gereicht wurde (sonst gute Weißweine). Für ein Cuvee mit überwiegend Merlot Anteil mit erstaunlich viel Tannin (auch trockene im Abgang). Die Präsentation der Weine wurde von der Sommerliere des Weinhauses Bayerl mit viel Engagement und Informationen begleitet. Auch die musikalische Untermalung mit einem italienischen Sänger mit Gitarre war überaus harmonisch. Leider hatte man bei einem Teil der anwesenden Gäste doch eher den Einruck dass sie der informellen wie auch der musikalischen Darbietung nicht ganz soviel Aufmerksamkeit schenken wollten oder konnten. In der Summe sind meine Frau und ich mit dem Preis / Leistungsverhältnis letztlich nicht zufrieden. Unsere Nicht-Zufriedenheit speist sich dabei mehr aus den enttäuschten Erwartungen bzgl. der Speisen als der Weine. Für 69EUR pro Person hatte wir beide schon deutlich mehr geboten bekommen. || Essen: 3 Punkte, Bedienung: 2 Punkte, Ambiente: 3 Punkte, Sauberkeit: 3 Punkte, Gesamt: 2.75 Punkte
Bewertung vom 18.11.2007 (2.75 von 5 Punkten)



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