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| Robbespierre schreibt: "Slow Food verbindet Genuss und Lebensmittel mit Bewusstsein und Verantwortungsgefühl." (Zitat aus der slow-food-fibel).
"Die Auferstehung des Fleisches" (R.S.)
Der erste Eindruck: Schönes Ambiente, unterkühlte Begrüßung. Wir kamen 10 Minuten vor der angegebenen Öffnungszeit im Restaurant an. Die Begrüßung durch die Bedienung (Chefin) vermittelte eher den Eindruck "Na, wenn Sie schon mal da sind..." Verglichen mit der im Internet präsentierten Speisekarte war die im Restaurant dargebotene ausgesprochen übersichtlich und enthielt viele der Gerichte nicht, die wir gern ausprobiert hätten. Die Bedienung merkte dazu an, man sei dabei, eine neue Karte zu erstellen, dies sei eine Art Übergangskarte. Unsere Bestellung wurde aufgenommen, es kam als "Gruß aus der Küche" ein Schälchen mit angemachtem Kümmel-Quark und einigen Scheiben von zum zweiten Mal
aufgebackenen Brötchen. Wir bestellten als Vorspeise "Hessenpasti", laut Karte bestehend aus "Brûllée von Oberellenbacher Ziegenfrischkäse, Ofennudel mit Weckewerk, Original Hessische Ahle Wurscht, Salat der Saison, Kartoffelsalat mit Sauerampferschmand".
Es kam ein optisch sehr ansprechender Teller. Die Bestandteile hielten jedoch im einzelnen nicht, was die Karte versprach: Das "Brûllée" war nicht cremig, sondern flüssig und heiß mit einer dicken, karamelisierten Zuckerschicht.
Ziegenkäsearoma war nicht zu verspüren, es dominierte der Geschmack von aromatisiertem Honig. Die "Ofennudel mit Weckewerk" (Weckewerk ist eine Kasseler Spezialität aus Hack, Brötchen und Schwarten) entpuppte sich als etwa
walnussgrosses Hefeteigplätzchen mit einer Füllung aus einigen Krümeln Weckewerk, das geschmacklich aufgrund der geringen Menge kaum zur Entfaltung kam. Einige kleine Scheiben "ahle Wurst" waren nett und dekorativ angerichtet. Auf
zwei gebogenen Löffeln wurden die restlichen Komponenten gereicht: Beides schmeckte, war aber nicht wirklich als Kartoffelsalat mit Sauerampferschmand zu erkennen.
So weit, so naja. Nun kam das Hauptgericht: "Keulenbraten vom Jungschwein in Rosmarin-Honigsoße mit jungem Lauch und Kartoffelgratin".Ein schön dekorierter Teller. Das Karofffelgratin war in einem knusprigen Teignest angerichtet, das Lauchgemüse frisch
und gut gewürzt. Dann das Schweinefleisch: Zwei Stücke aufgewärmtes trockenes, an der Hautseite schwarz verbranntes Fleisch mit wirklich schlechtem, altem Geschmack, kurz vor der Grenze der Verkehrsfähigkeit. Hier wurden offensichtlich Überbleibsel der Woche entsorgt. Die Chefin räumte die Teller mit dem fast komplett übriggebliebenen Fleisch
kommentarlos ab, ohne zu fragen, ob irgendetwas nicht in Ordnung sei.
Wir verzichteten auf ein Dessert und ließen uns die Rechnung bringen.
Für ein Restaurant dieser Preiskategorie, das dazu noch Mitglied der slow-food-Bewegung ist, ist so etwas absolut inakzeptabel. Von unserem Plan, eine größere Feier in diesem Haus zu veranstalten, waren wir kuriert.
Unser Fazit:
Nettes Ambiente mit viel Schischi und literarisch interessanter Speisekarte. Qualität: unbefriedigend. Nicht empfehlenswert.
|| Essen: 1 Punkte, Bedienung: 2 Punkte, Ambiente: 3 Punkte, Sauberkeit: 3 Punkte, Gesamt: 2.25 Punkte |
| Bewertung vom 18.05.2008 (2.25 von 5 Punkten) |
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| schreibt: Unsere Küche bewegt sich auf hohem Niveau, ohne abzuheben.
So die Aussage im Internetauftritt des Hauses,
Aus dem Haus mit langer Tradition wurde mit der Sanierung 2003 ein Anspruchvolles Restaurant mit Landhotel und Gasthaus.
Die Küche des Alten Forsthauses im beschaulichen Morschen im Nordhessischem Bergland, zeigt eine verfeinerte Regionalküche, ohne auf die Produkte aus dem Meer zu verzichten. Die Produkte kommen, wie auf Nachfrage geantwortet, aus Betrieben der Region. Das Haus ist Anhänger der Slow Food Bewegung. Fisch wird von Rungis Express gekauft.
Mein Besuch fand an einem ungemütlichen Tag mitten in der Woche statt. Im Gasthaus eine angemeldete Gruppe, im Restaurant, ca. 30 Plätzen, ist im Laufe der Mittagszeit 3 Tische mit insgesamt 9 Personen besetzt.
Die Chefin des Hauses begrüßt einen freundlich und überlässt mir, der unangemeldet erscheint, die Auswahl des Tisches. Als Aperitif wird ein Riesling Sekt, aufgefüllt mit Pommeau de Normandie, gewählt.
Die Zeit, bis ein Brot und ein Amuse Bouche serviert werden, ist mit ca. 15 Minuten doch ein wenig lang.
Zweierlei Brot und Gänseschmalz mit Zwiebeln sowie eine kleine gefüllte Kartoffel mit Reh sind ein gelungener Auftakt.
Das selbst zusammengestellte 3gängige Menü sah wie folgt aus.
Mille feuille von Original Hessischer Ahler Wurscht und gerösteten Kirchhofbaguette mit Senfschmand und Feldsalat.
Die Ahle Wurscht, die Spezialität in Nordhessen, im Scheiben auf geschnitten und als kleines Türmchen abwechselnd mit den Brotscheiben serviert. Als „Bindemittel“ zwischen den einzelnen Lagen ein Klacks Hessischer Schmand. Gelungene Regionalküche mit guten Produkten.
Auf die Größe der Portion angesprochen antwortete die Chefin: Wir sind auf den flachen Lande, da erwartet man solche Portionen.
Skrei im Speckmantel mit Wintergemüse in Senfsauce und Kartoffeln.
Der Fisch war im krossen Speckmantel saftig geblieben, die als Julienne geschnittenen Wintergemüse doch sehr al Dente, die Sauce gut abgeschmeckt. Als Sättigungbeilage Salzkartoffeln.
Mousse au chocolate im Karamelblatt mit Rotweinbirnen hausgemachtes weißes Schokoladen-Rumeis
Die Birnen als Würfel serviert, die Mousse wunderbar leicht und mit einem schönen bitteren Schokoladengeschmack.
Da man mit dem Auto unterwegs war verzichtete ich auf Wein und begnügte mich mit Mineralwasser. Der Blick in die Weinkarte zeigte gemäßigt kalkulierte Preise.
Fazit: Gute Regionalküche auf hohen Niveau.
|| Essen: 4 Punkte, Bedienung: 4 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 4 Punkte |
| Bewertung vom 01.02.2008 (4 von 5 Punkten) |
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