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Restaurantbewertung vom Tahitian Noni in München
3 von 5 Punkten bei 1 Bewertung.
Restaurant-Kritik.de
schreibt: Ich und meine Frau waren kürzlich im Tahitian Noni, weil es von außen wie von innen einen sehr gepflegten Eindruck machte und angenehm leer war (nur 2 Tische besetzt). Wir gingen also rein und bestellten einen Wein und ein Bier und ließen uns die Karte bringen, da wir auch etwas essen wollten. Zusammen mit der Karte brachte man uns dann einen DIN A4 Zettel, auf dem mit schwarzem Edding notiert war, daß dieser Tisch ab 17:30 Uhr reserviert ist. Zu diesem Zeitpunkt war es kurz nach 14:00 Uhr, was mich etwas irritierte, da ich mir erstens nicht vorstellen konnte, daß die Gäste dieses Restaurants i.d.R. so lange bleiben und außerdem Schwierigkeiten hatte, den Zettel auf dem Tisch zu deponieren ohne daß er störte oder runterviel (was die Dame nämlich uns überließ). Ich hätte mir gewünscht, daß man die Reservierung erst nach unserem Besuch (oder frühestens eine Stunde vor 17:30 Uhr, wenn wir noch dort gesessen hätten) selbst aufstellt und vielleicht nicht auf einem schlabbrigen DIN A4 Blatt, sondern mit einem kleinen Ständer (wie es übrigens sogar in den schäbigsten Kneipen üblich ist). Ich bestellte also einen Tahitian Garden Salad ohne Hühnchen (ich esse kein Fleisch) und meine Frau ein Coconut Curry Chicken Bowl. Das Besteck (Messer/Gabel in Servierte eingerollt) wurde uns etwas später "zugeworfen" (anders kann man's kaum nennen): Die Kellnerin (offenbar die Chefin, hatte außerdem einen leicht gekünstelt klingenden, amerikanischen Akzent) ließ das Besteck aus einigen Zentimetern Höhe auf den Tisch fallen, was ein so lautes Geräusch verursachte, daß man sogar am Nachbartisch kurz zu uns herüberschaute... Völlig perplex sagte ich erstmal gar nichts, weil ich nicht sicher war ob wir evtl. etwas falsch gemacht hatten, eine unhöfliche Bemerkung oder so, welche dieses Verhalten gerechtfertigt hätte. Nach kurzem Grübeln kamen wir jedoch zu dem Schluß, daß die Dame einfach schlecht gelaunt war und es nichts mit uns zu tun haben könne. Das Essen kam nach angemessener Wartezeit und schmeckte uns beiden gut, obwohl ich noch ein paar Streifen Hühnchen in meinem Salat fand, die ich gewissenhaft aussortierte. Von nun an ging es jedoch mit dem Service weiter abwärts, denn wir mußten fortan um jede Aufmerksamkeit der Kellnerinnen kämpfen, obwohl das Restaurant noch immer nahezu leer war. Die Kellnerinnen (4 an der Zahl) waren offenbar derart unterfordert, daß sie Kaffeekränzchen halten mußten. Obwohl ich es mehrmals schaffte Augenkontakt zu einer der Kellnerinnen aufzubauen und dezent die Hand hob, um ihr zu signalisieren, daß wir noch einen Wunsch haben, kam sie erst ca. 10 min später nachdem ich aufgestanden und mit beiden Armen in der Luft gewedelt hatte. Meine Frau bestellte dann einen weiteren Wein und ich fragte, welche Teesorten sie denn hätten. Sie gab mir daraufhin erneut die Karte und ging einfach wieder, obwohl die Teeauswahl derart überschaubar war, daß ich nach zehn Sekunden wußte, was ich nehme. Natürlich kam sie nicht wieder, so daß ich nach einigem Warten meine Bestellung bei ihrer Kollegin, die zufällig vorbeikam, aufgab (nur den Tee wohlgemerkt, den Wein hatten wir vorher ja schon bestellt!). Irgendwann (nach erneut langer Wartezeit) kam dann der Wein - und zwar doppelt. Na gut, kein Problem, kann ja mal passieren und sie nahm den zweiten Wein auch anstandslos wieder mit. Mein Teewasser kam ebenfalls kurz darauf. Nachdem wir unsere Getränke nahezu leer hatten, fragten wir nach der Rechnung. Diese wurde uns nach 8 Minuten (ich hatte diesmal auf die Uhr geachtet) endlich gebracht und wir zahlten direkt. Obwohl ich bereits zu diesem Zeitpunkt ausgesprochen unzufrieden mit der Qualität des Service war, gab ich noch einen Euro Trinkgeld (normalerweise versuche ich mich an die 10%-Regel zu halten). Besser wäre es gewesen, wenn ich vorher die Rechnung gecheckt hätte, denn wie ich feststellen mußte, hatte man uns den Wein berechnet (EUR 4,90) und den Tee (EUR 1,90) vergessen. Ich bat also um Korrektur des Fehlers und die Kellnerin gab mir daraufhin EUR 1,- zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Preise nicht genau im Kopf, erst als ich draußen nochmal auf die Karte im Aushang schaute viel mir auf, daß die Dame sich einen weiteren Euro Trinkgeld verschafft hatte. Und sie müßte die Preise wohl kennen, wenn ich nicht irre... FAZIT: Das Essen ist ok, das Interieur ansprechend, die Preise (wie sie in der Karte stehen) angemessen, aber der Service ist schlichtweg eine Katastrophe. Wohlgemerkt sind hier alle der anwesenden Bedienungen gemeint, da wir während unseres Aufenthalts mit allen 4 Kellnerinnen in Kontakt standen und sie alle konstant faul und desinteressiert waren. Wir werden sicherlich nicht mehr in diese Venusfalle von Restaurant zurückkehren und allen unseren Bekannten von einem Besuch abraten. || Essen: 3 Punkte, Bedienung: 1 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 3 Punkte
Bewertung vom 14.02.2008 (3 von 5 Punkten)



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