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Restaurantbewertung vom Zum Wildschütz in Garmisch-Partenkirchen
3.92 von 5 Punkten bei 3 Bewertungen.
Restaurant-Kritik.de
schreibt: Alle Jahre wieder im November bricht ein Teil der Landkreis-Gastronomen auf, um sich ein Stelldichein beim sog. "Werdenfelser-Grüaß-Euch-Treffen" auf den kanarischen Inseln zu geben. Da kann man durchaus beobachten, wie sich am Strand von Maspalomas der Wirts-Sepperl aus Grainau und der Unterwirts-Michl von Wallgau nach einem Jahr freudig wiedersehen und gemeinsam mit dem Chef vom Hirschen in Farchant dessen 20. ununterbrochenen Gran Canaria Besuch feiern. Der Hüttenwirt Luis aus Mittenwald, ist sogar schon Ehrenbürger von Las Palmas, während es der Leo von der Garmischer Bräu-Bierstube bisher lediglich zur goldenen Tauchernadel von Playa del Ingles gebracht hat. Kein Wunder, dass da die hungrigen Zuhausebleiber ihre liebe Mühe haben, in dieser Zeit in heimischen Gefilden ein vernünftiges Lokal aufzusuchen, ohne in nasskalten Novembertagen ständig vor verschlossenen Gasthaus-Türen zu stehen. Da loben wir uns den Platte Dieter vom Wildschütz mit seinem Team, die mit vereinten Kräften das Fähnlein der paar Aufrechten (Gasthaus- und Restaurantbetreiber) hochhalten und dafür sorgen, dass die heimischen Gerne-Essensgeher auch in der lausigen Übergangszeit nicht darben müssen. Das fesche Madl, das uns gleich am Eingang aufgriff, brachte uns -obwohl nicht reserviert- völlig unkompliziert zu einem Tisch, der in einer Nische plaziert und geradezu prädestiniert dafür war, es sich an ihm gemütlich zu machen. Das Lokal war gut mit Einheimischen, Urlaubern und amerikanischen Gästen gefüllt, die sich sichtlich wohl im Wildschütz fühlten. Die gefühlte angenehme Atmosphäre wurde vermutlich dadurch ausgelöst, dass der Gastraum mit einer unaufdringlichen, nichtsdestoweniger aber passend und angenehm puristischen Herbstdekoration versehen war, der alles übertriebene, überladene und barock-aufdringlich-älplerisch-jodelstilmäßige Gepränge fremd war. Dass sich auch die namhafte Münchner Brauerei mit dieser Art und Weise der Restaurant-Präsentation identifizierte, zeigte uns die Tatsache, dass die gläsernen Bierkrüge das hauseigene Emblem "Zum Wildschütz Garmisch-Partenkirchen" trugen, während ihr eigenes Logo darunter mehr oder weniger verschämt in den Hintergrund trat (Herr Dorfner wird schon wissen warum). Die bildsaubere Bedienung Caro brachte uns flugs die Speisekarte, wobei das Interesse meiner beiden jüngeren Mitesser zuvorderst den rehbraunen Augen und noch mehr dem gut ausgefüllten Dirndl ca. zehn Zentimeter über dem Bauchnabel galt, und weniger dem Sammelsurium der angebotenen Speisen und Getränke in der Karte. Gerne gebe ich aber an dieser Stelle zu, dass auch ich mich bestimmten Tatsachen nicht verschließen möchte. Hierzu gehört selbstverständlich auch die neben der normalen Speisekarte zusätzlich aufliegende Steakkarte, die einige interessante Offerten enthält, welche aber nicht Gegenstand der vorliegenden Abhandlung sein sollen. Die bestellte Tomatensuppe (€ 3,50) kam mit einem darauf schwimmenden Basilikumblatt nicht nur optisch ansprechend daher, sondern schmeckte auch hervorragend. Dies beweist wieder einmal meine Behauptung, dass eine veredelte Packerl-Suppe im Einzelfall weitaus besser sein kann, als eine selbst Gemachte. Leider bekommt man auch in unseren Breitengraden nicht allzuoft eine Griesnockerlsuppe (€ 3,50) angeboten. Und wenn, dann sollte sie halt idealerweise so sein, dass die Nockerln weich und fluffig sich schön mit dem Löffel zerteilen lassen und durch anschließenden leichten Gaumendruck im Mund verschluckfertig hergerichtet werden können. Nicht so im Wildschütz. In anbetracht der Tatsache, dass die Griesnockerl beinhart waren und sich nur schwer zerteilen ließen, waren wir übeinstimmend der Meinung, dass diese als Munition für einen Wilderer wesentlich besser geeignet wären, als zur Vertilgung für gesetzestreue Griesnockerlfans. Notfalls hätte man damit auch Fensterscheiben einschmeißen können. Das von Caro auf ihren weißen Birkenstock-Sandalen quer durch den Gastraum kutschierte Kutscherpfandl (€ 14,80) enthielt verschiedene Steaks und Medaillons vom Rost auf Championrahmsoße mit Käsespätzle, Speckbohnen und Karottengemüse. Von unserem Winkler-Schüler über alle Maßen gelobt, braucht man dem nichts mehr hinzuzufügen. Die frischen Saisonsalate mit Oxnfetzen (€ 10,80) , bei welchen es sich um marinierte Rinderlendenstreifen auf knackigem Salat mit Knoblauch-Kräuter-Dressing und Baguette handelte, fanden bei unserem Herrn Diplom-Touristikkaufmann und Restaurantleiter respektable Anerkennung. Für mich gab es ein gefülltes Schnitzel "Werdenfelser Art" (€ 13,50). Bei gebackenem Schweineschnitzel mit Speck, Zwiebeln und Senf gefüllt, serviert mit altbayerischen Bratkartoffeln mußte ich unwillkürlich an den bestens bekannten Eduard Hitzberger denken, der einmal gesagt hat: "Ein Stück Fleisch braten kann ein jeder, aber für gute Bratkartoffeln braucht man einen Spitzenkoch!" Dem Wildschützen Platte zollen wir Dank und Anerkennung, dass er der Gran Canaria-Fraktion nicht angehört bzw. bisher entsagt hat und stattdessen den fröhlich oder traurig Zuhausegebliebenen die Zeit bis zum Beginn der Wintersaison kulinarisch überbrücken hilft. Gerne kehren wir wieder beim Wildschütz ein, nicht zuletzt auch wegen Caro! || Essen: 4 Punkte, Bedienung: 4 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 4 Punkte
Bewertung vom 19.11.2008 (4 von 5 Punkten)

schreibt: Es war alles super!!! in unserem letzten Urlaub waren wir schon einmal da und waren hell auf begeistert! Da diesmal leider renoviert wurde, konnten wir leider erst am letzten Tag unseres Urlaubes dort einkehren! Da wir unseren Laptop dabei hatten, haben wir uns extra einen Tisch in der Nähe einer Steckdose geben lassen! Schon bald folgte die Empfehlung des Hauses auf die derzeitige Steakwoche!!! Nach einem Missverständnis bei den Getränken, wurde super schnell und nett reagiert! Das Essen war hervorragend! Als kleine Überraschung für meine Freundin habe ich ein kleines Dessert bestellt, wo sich die Küche super entfalltet hat und sehr kreativ war. Die Preise sind absolut angemessen! Das Restaurant hat nicht umsonst seine vielen Auszeichnungen bekommen! Auch die Toiletten sind sehr gepflegt! Es stehen sogar Handcreme, Deo und Gel für die männlichen Gäste bereit! Da ic´h bei den Frauen nicht gucken konnte, kann ich da leider keine Angaben machen, ich bin mir aber ziemlich sicher, das es dort genauso ist! Also, ich kann das Resaturant "Zum Wildschütz" allen Urlaubern in Garmisch empfehlen! || Essen: 5 Punkte, Bedienung: 5 Punkte, Ambiente: 5 Punkte, Sauberkeit: 5 Punkte, Gesamt: 5 Punkte
Bewertung vom 10.11.2008 (5 von 5 Punkten)

schreibt: Wenn wir in Garmisch sind, führte uns bisher der letzte Weg zum Essen vor der Abreise „Zum Wildschütz“ auf eine Haxe und ein oder zwei Helle. Da wir recht früh da waren, konnten wir uns noch einen Platz im Biergarten hinter dem Haus aussuchen. Nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte entschieden wir uns für eine Schweinehaxe in Biersoße mit Rotkraut und Klößen für 13,90 € und für ein Knoblauchsteak mit Salat und Pommes für 16,50 €. Vorab bekamen wir erst einmal unsere Getränke, Bier und Radler, die ziemlich zügig anrollten. Irgendwas machte mich bei meinem Bier stutzig, als ich es ansah - ach ja, der Eichstrich war im Schaum und das gute Bier fing erst einen Finger breit darunter an. Kann ja mal vorkommen, dachte ich. Das Essen kam nach einer angemessenen Zeit und auch ein frisches Bier war dabei, aber schon wieder der Ärger mit dem Eichstrich. Es gab Wichtigeres –die Haxe und das Steak. Die Haxe war nur noch an einigen Stellen cross, so dass die Schwarte beim Essen krachte. Früher gab es auch immer Senf dazu wegen des Fetts, diesmal fehlte er genauso wie das Besteck, das wir uns vom Nebentisch aus einem Bierkrug holten. Gewürzt war die Haxe sehr gut, die Knödel waren wohl nicht hausgemacht. Das Steak war dieses mal auch nicht so gut wie gewohnt. Einige Sehnen haben gestört, aber im großen und ganzen war es okay. Mehr aber auch nicht für den Preis. Nach dem Essen bestellten wir noch einmal Getränke und ich bat Daniel, unseren Kellner, doch bitte darauf zu achten, dass ich dieses Mal ein volles Glas bekomme und fragten ihn nach einer Empfehlung für einen Verteiler. Er riet uns zum dem Hausschnaps, einem klaren Kräuterbrand. Nach einer geraumen Zeit erschien Daniel mit einem Lächeln auf den Lippen, stellte mein Bier vor mich hin und sagte: „Er hat sich Mühe gegeben, aber es nicht geschafft.“ Stimmt, es fehlten wieder gut anderthalb Zentimeter Bier im Glas. Aber eins hat er doch geschafft. Nun raten Sie mal, was. || Essen: 2 Punkte, Bedienung: 3 Punkte, Ambiente: 3 Punkte, Sauberkeit: 3 Punkte, Gesamt: 2.75 Punkte
Bewertung vom 03.07.2008 (2.75 von 5 Punkten)



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