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Restaurantbewertung vom Künstlerklause in Coburg
3.5 von 5 Punkten bei 1 Bewertung.
Restaurant-Kritik.de
schreibt: Wir haben über dieser Bewertung lange gebrütet, sollen wir oder sollen wir nicht. Bewerten. Das Restaurant "Künstlerklause" unter der Leitung von Martina Raab ist in Coburg eine Institution und seit jeher eher der gehobenen Gastronomie zuzuordnen. Erreichbar ist das Lokal im Herzen Coburgs, direkt am Busrendezvousplatz liegend, sehr einfach. Entweder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, welche direkt vor der Tür, quasi im Biergarten, halten, oder per Auto. Wer Glück hat, findet einen Parkplatz in direkter Nähe. Für Auswärtige empfehlen wir jedoch das Parkhaus Mauer, nach einem kleinen Spaziergang über den Markt und die Spitalgasse ist es nicht mehr weit. Das Lokal selbst ist für Rollstuhlfahrer gut geeignet, da es weitgehend barrierefrei ist. Nun aber zu Speis´ und Trank. Geordert hatten wir: Spezi 0,4 Liter (wird aus Coca-Cola und Fanta noch selbst gemischt), und 0, 2 Liter, zu EURO 3,00 bzw. EURO 2,00. An Speisen sollten es heute Lachs im Kloßteig auf Gemüse mit Rieslingsoße und Schnitzel "Wiener Art" mit knusprigen Bratkartoffeln sein. Für den Lachs werden üppige EURO 17,50, für das Schnitzel immerhin noch EURO 10,50 genommen. Nun konnten wir uns unter einem Lachs im Kloßteig recht wenig vorstellen, zumal die Coburger Rutscher (der Kloßteig hat wenig Bindung und ist sehr, nun, rutschig...) für so eine Zubereitungsart nicht geeignet sind. Zuerst wurde der Beilagensalat meiner Begleiterin serviert, dieser war durchweg aus selbstgemachten Salaten, keine Dosenkost war auszumachen. Das Dressing bestand aus einer Marinade von Balsamessig und Öl, wäre mir zu wenig abgeschmeckt gewesen. Abgerundet wurden die angemachten Salatsorten mit Lollo Rosso und Eichblattsalat. Als nächstes kam mein Lachs, dieser wurde in einen "Halb + Halb"-Kloßteig gerollt und diese Rolle knusprig angebraten. Das Gemüse bestand aus fünf Zuckerschoten, einem Schnitz Zucchini, etwas blanchiertem Brokkoli und etwas gelbem, welches wir als Rübenart identifizieren würden. Die Rieslingsoße war vorhanden, jedoch nur in geringer Menge. Das Schnitzel meiner Begleiterin zeigte sich in angemessener Größe (zwei kleinere Stücke), die Panade hat sich gewellt, wie es sich für ein Original Wiener Schnitzel auch gehören würde. Die Bratkartoffeln waren kross zubereitet, mit frischen Kräutern abgeschmeckt, auch hier eine ausreichend große Portion. Wo Licht ist, ist aber meist auch Schatten. Die Gerichte waren unserer Meinung nach durchweg zu fett zubereitet, was den Genuss doch schon erheblich trübte. Mit etwas Buttergeschmack hätten wir dies jedoch gerne akzeptiert. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass am Lachs die graue Stelle um die Rückengräte nicht entfernt wurde. Diese neigt gerne dazu, den Fisch tranig schmecken zu lassen, was hier bei einem der drei Stücke der Fall war. Dagegenhalten können wir, das die Idee, den Fisch im Kloßteig zu bereiten, eine gute war. Auch die Qualität des Fisches ansich war sehr gut, dieser ist beim zerlegen in einzelne "Schuppen" zerfallen, was für die Auswahl spricht. Das Servicepersonal ist angemessen aufmerksam, die Umgangsformen mit dem Gast selbst sehr freundlich und bemüht. Auch hier wieder: nicht alles ist Gold, was glänzt. Können wir die Kunststoffblumen auf dem Tisch gerade noch entschulden (ist ja auch eine Kostenfrage), so ist es schade, dass unser Tischtuch mit einem Soßenfleck und leichten Rändern eines Rotweinglases angeschmuddelt war. Sehr lästig sind dagegen die Fruchtfliegen (auch bekannt als Essigfliegen), die in großer Zahl um unseren Tisch schwirrten (wir haben bei zehn das zählen aufgehört). Auch nicht in Ordnung ist, dass von uns nicht benutztes aber unserem Gedeck zugehöriges Besteck wieder in der Schublade verschwindet. Normalerweise würden wir über solche Kleinigkeiten hinwegsehen, bei der Reputation dieses Hauses sollte dies jedoch nicht passieren. Die Toiletten sind sehr sauber, bei den Damen steht gar ein Tischchen bereit, auf welchem diverse Kosmetika zur Verfügung gehalten wird. Wir haben so nur Kleinigkeiten zu bemängeln, das Essen war recht gut, wenn auch für Coburger Verhältnisse teuer. Aber, auch Ambiente muss bezahlt werden, somit hält sich alles im Rahmen. || Essen: 3 Punkte, Bedienung: 3 Punkte, Ambiente: 4 Punkte, Sauberkeit: 4 Punkte, Gesamt: 3.5 Punkte
Bewertung vom 21.07.2008 (3.5 von 5 Punkten)



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